Thesen zur Lebensqualität
Mit unseren Thesen zur Lebensqualität möchten wir Anregungen zur Gestaltung der Wohnung, eines Hauses, jedenfalls Inspiration zur Konzeption des Lebensraums geben.
Als Leitlinie haben wir einige jener Ideen genommen, die im Laufe der Geschichte die Realität der Baukunst und des Städtebaus maßgeblich beeinflusst haben und auch noch heute wirken.
Die neuerliche Auszeichnung mit dem IMMY 2012 (nach dem Erfolg 2011) spricht dafür, dass der SEG die Befriedigung der Kundenwünsche sehr am Herzen liegt! In der SEG wird großer Wert auf kompetente und rasche Betreuung unserer Kunden gelegt. Grundvoraussetzung für die Erfüllung unserer Ansprüche sind gut ausgebildete Mitarbeiter mit hoher Einsatzbereitschaft, die durch regelmäßige Seminare und Workshops mit Fachexperten Weiterbildung erfahren.
Das Verkaufsteam der SEG legt großen Wert darauf, den Kunden umfassend zu beraten, beginnend bei der Darstellung möglicher, auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnittener, Planungs- und Einrichtungsvarianten, bis hin zu potentiellen Finanzierungsmöglichkeiten. Eine effiziente, innerbetriebliche Prozessabwicklung zwischen den jeweiligen Abteilungen wird durch ein internes Qualitätsmanagement sichergestellt. Es wird großer Wert darauf gelegt, Kundenfeedbacks und Kundenwünsche aus laufenden Verkaufsgesprächen in den Prozess zu integrieren und diese Erfahrungen bei zukünftigen Planungsprozessen zu berücksichtigen.
Unserem Team bereitet es große Freude, unsere Kunden glücklich zu machen, indem deren Erwartungen erfüllt bzw. idealerweise übertroffen werden. Der SEG ist es ein großes Anliegen, dieses hohe Niveau auch in Zukunft aufrechtzuerhalten.
Jencks war einer der Ersten, der den Begriff der Postmoderne auf die Architektur übertrug. Er datierte den „Tod der Modernen Architektur“ mit 1972 als die Großwohnanlage Pruitt-Igoe (geplant von Minoru Yamasaki, dem späteren Architekt des World Trade Centers in New York) nach nicht einmal 20 Jahren ihres Bestehens gesprengt werden musste.
Sein Anliegen ist jedoch ein ästhetisches: Er fordert eine Mischung an Stilen (im Gegensatz zur Moderne), wobei ein Stil sich laufend wandelt, niemals endgültig ist. Ausdruck der Postmoderne ist unter anderem die Wiederbelebung der bodenständigen Architektur durch dekorative Formen und Baumaterialien und, im Hinblick auf den Städtebau, zum Beispiel die Orientierung an Camillo Sittes
Programm.
Weitere Informationen:
http://www.charlesjencks.com/
http://books.google.at/books/about/The_Story_of_Post_Modernism.html?id=feos6PnLyKEC&redir_esc=y
http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Jencks
http://www.pruitt-igoe.com/
Der Kunsthistoriker Georg Dehio wandte sich gegen die damals übliche Praxis, Baudenkmäler fortzubauen und forderte, Zubauten müssen vom „alten“ unterscheidbar bleiben. Altes sollte sicherlich konserviert werden, aber Neues sollte als Neues erkennbar sein. Er vertrat damit deutlich eine neue Position, welche die Denkmalpflege bis heute beeinflusst. Neben vielen „Streitschriften“ verfasste er auch einen Katalog der deutschen Kunstdenkmäler. Bis heute ist er für dieses "Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler" bekannt. Das Handbuch war umfassend, inhaltlich doch sehr straff gehalten, denn es sollte dazu geeignet sein, es auf Reisen mitzunehmen. Auch durch einen niedrigen Preis soll es für jedermann zugänglich sein. Es wird laufend erweitert und verbessert von der wissenschaftlichen Vereinigung zu Fortführung des kunsttopographischen Werks von Georg Dehio.
Weitere Informationen:
www.dehio.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Dehio
Claude Perrault ist einerseits die Übersetzung von Vitruv „Zehn Bücher über Architektur“ ins Französische und damit der Verbreitung der Gestaltungsprinzipien der Antike zu verdanken. Er vertrat damit auch die moderne Position, dass der Schönheit objektive Kriterien zugrunde liegen (im Gegensatz zum damaligen Glauben an „göttliche“ Gesetze). Weiters hat er zusammen mit einem Künstlerkollektiv die Ostfassade des Louvre entworfen, welche oft als Beleg für die Vorrangstellung der französischen Architektur gesehen wurde.
(NB: Sein Bruder Charles Perrault ist für seine Märchensammlung bekannt, welche in die Sammlung der Brüder Grimm übernommen wurde.)
Weitere Informationen:
http://deu.archinform.net/arch/2637.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Claude_Perrault
Frank Lloyd Wright verfolgt ein wesentliches Ziel in seiner Arbeit: das Bauwerk soll sich möglichst fließend und ohne Übergang in die Landschaft einfügen. Das wichtigste Element war die Feuerstelle und von diesem zentralen Element (als Treffpunkt der Gemeinschaft) entwickelt sich das Gebäude und fügt sich in die umliegende Landschaft harmonisch ein. Ein Prinzip, das sich auch als „organische Bauweise“ beschreiben lässt. Mit den so genannten „Prairie Houses“ soll eine von Europa unabhängige, eigene Identität in der Amerikanischen Architektur geschaffen werden, welche die Werte von Demokratie, Pioniergeist und Zusammenhalt ausdrückt. Wright reflektierte die Ideen der Arts and Crafts-Bewegung und war leidenschaftlicher Kunstsammler und –händler.
Weitere Informationen:
http://www.franklloydwright.org/
http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Lloyd_Wright
Aldo Rossi verfasste zwei der einflussreichsten Werke der Architekturtheorie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (L’architettura della città, 1966 und Autobiografia scientifica, 1981). Der Mailänder Architekt erforschte zunächst systematisch die historischen Grundlagen, um sich vom damaligen "naiven Funktionalismus" abzugrenzen. Er wendete sich gegen die weit verbreitete Ansicht, dass relevante Architektur durch bloßes Planen der Funktion entstehen könnte. Er suchte nach dem Typischen, Einfachen und obwohl seine Arbeit historische Bezüge hat, bleibt er dem von ihm formulierten Rationalismus treu und verzichtet auf jegliche historische Spielereien.
Mit der Entdeckung der historischen Stadt, ihrer Werte und ihrer hohen Anpassungsfähigkeit einerseits, aber vielmehr durch seine Bauten und Projekte gibt Rossi entscheidende Impulse zur Städtebau- und Denkmalschutzdebatte.
Weitere Informationen:
http://fondazionealdorossi.org/
http://www.pritzkerprize.com/laureates/1990
http://de.wikipedia.org/wiki/Aldo_Rossi
Der außergewöhnlich produktive Architekt, Städteplaner, Maler, Grafiker und Bühnenbildner gestaltete den Klassizismus in Preußen entscheidend mit. Wer heute durch Berlin Mitte geht, sieht ein Stadtbild, das Schinkel entscheidend geprägt hat und wer in Wien die Zauberflöte sieht, sieht vielleicht ein vom Original inspiriertes Bühnenbild, das Schinkel für die Oper von Wolfgang Amadeus Mozart "Die Zauberflöte" gestaltete.
Er nahm die Antike Griechenlands als Vorbild für seine Bauten, wenn er bereits in der "Konstruktion das Notwendige schön" gestaltete. In der klaren Formensprache seiner Fassaden wandte er sich von der Opulenz des Barock ab. Seiner Zeit voraus, integrierte er Elemente der Neugotik und ganz allgemein, ist die funktionale Schlichtheit typisch für seinen Stil, dem mehrere Generationen von Architekten folgen sollten.
Weitere Informationen:
http://deu.archinform.net/arch/328.htm
http://www.schinkelgesellschaft.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Friedrich_Schinkel
Gropius gliedert das Haus als Organismus nach seinen Funktionen des Wohnens, Schlafens, Badens, Kochens und Essens. Allerdings erschöpft sich sein Anspruch nicht in der reinen Funktion, Bauen ist für ihn auch ein ästhetischer Vorgang.
Walter Gropius gilt als einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts und er begründet einen Stil, der später als „Neues Bauen“ bzw. nach dem Bauhaus in Weimar, dessen Leiter er war, benannt wurde. Besonders war auch sein Arbeitsstil, da die Projekte im Team entstanden. Er verstand es auf besondere Weise, Menschen für die Projekte des Bauhaus zu begeistern und auch intern eine anregende Atmosphäre für die Gestalterpersönlichkeiten zu schaffen.
Mit der Machtergreifung der Nazis verließ er Deutschland und emigrierte in die USA, wo es ihm in außerordentlicher Weise gelang, die Idee des Bauhaus zu verbreiten (beginnend mit der Bauhausausstellung im Museum of Modern Art 1938 und Serien von Publikationen und weiteren Ausstellungen) und so zum Inbegriff der klassischen Moderne zu machen.
Weitere Informationen:
http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/GropiusWalter/index.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Gropius
http://www.bauhaus.de/bauhaus1919/index.htm
http://www.bauhaus-dessau.de/
In Bildtafeln und Texten von hohem künstlerischen Niveau schafft Bruno Taut ein eindrucksvolles Werk zwischen Gesellschaftsutopie und Stadtplanung. Der Gartenstadtgedanke ist ihm eine wichtige Inspiration, ebenso wie die mittelalterliche Stadt und der indische Tempel, deren Organisation Profanes mit Sakralem verbindet.
Aus der Mitte soll sich eine "Stadtkrone" als Kultur- und Gemeinschaftszentrum erheben.
Als Stadtbaurat in Magdeburg verlieh er der Stadt durch farblich expressive Fassadenanstriche attraktiveres Aussehen. In Berlin schuf er Siedlungen, die als neuer Typ des sozialen Wohnbaus beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung von Architektur und Stadtplanung ausüben.
Die Hufeisensiedlung in Berlin-Britz gilt heute als UNESCO Weltkulturerbe.
Weitere Informationen
http://www.bruno-taut.de/geschi.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Taut
Otto Wagner ist als wichtigster österreichischer Architekt für seine Bauten im Jugendstil bekannt. Er schuf wesentliche Akzente, die auch heute noch für das Stadtbild bedeutend sind (architektonische Ausgestaltung der Wiener Stadtbahn, Kirche am Steinhof, Zinshäuser an der Wienzeile, Postsparkassengebäude u.v.m.). Auf den ersten Blick sind es die flächigen Ornamente, doch vor allem ist die von ihm postulierte Synthese von Funktionalität und Ästhetik richtungweisend: er verwendet die damals allerneuesten Materialien wie Stahlbeton und Aluminium und fokussiert auf den Zweck der Bauten – „etwas Unpraktisches kann nicht schön sein“. Dies zeigt sich auch in seiner Formgebung, die von konservativen Kreisen bekämpft wurde. Viele seiner Entwürfe wurden nicht verwirklicht.
Weitere Informationen
www.ottowagner.com
http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Wagner
Die grundlegende Veränderung der Gesellschaft und die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Technik wirken sich auch auf die Architektur und den Städtebau aus. Das Bauen ist einerseits unmittelbar mit der technischen Entwicklung verbunden und andererseits soll es nicht nur die individuellen Bedürfnisse der Bewohner befriedigen, sondern darüber hinaus die Art des Zusammenlebens der Gesellschaft organisieren: Bildung, Arbeit, Freizeit und Wohnen sollen ihren geeigneten Ort bekommen, die Wege sollen effizient sein und in Hinblick auf die Umwelt soll nachhaltig agiert werden. Selten setzt sich ein Architekt so konsequent mit der sozialen Dimension der Architektur auseinander, wie Margarete Schütte-Lihotzky. Sie ist bekannt für die Entwicklung der Frankfurter Küche, die es ermöglicht die Arbeitsabläufe effizient zu organisieren (der „Prototyp“ der heute in jeder Wohnung befindlichen Einbauküche); im Bauen für Kinder bezieht sie Körpergröße und Bedürfnisse in die Konzepte mit ein. Ihr politisches Engagement und ihre Begeisterung für ihren Beruf machen sie zu einer bedeutenden Vertreterin der Architektur.
Weitere Informationen
http://de.wikipedia.org/wiki/Margarete_Sch%C3%BCtte-Lihotzky
http://www.buecher.de/shop/stadtplanung/millionenstaedte-chinas-ebook/margarete-schuette-lihotzky/products_products/detail/prod_id/26020127/
http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/literatur/buecher_aktuell/266456_Schuette-Lihotzky-Margarete-Millionenstaedte-Chinas.html?em_redirect_url=%2Fthemen_channel%2Fwzliteratur%2Fbuecher_aktuell%2F266456_Schuette-Lihotzky-Margarete-Millionenstaedte-Chinas.html
Wie wir einen Ort wahrnehmen, welche Atmosphäre er hat, nennen wir den Genius Loci. In der Antike hingegen, in der Römer und Griechen Heiligtümer, Quellen und Orte bestimmten Gottheiten zugeordnet haben, war der Genius Loci ein Geist, der zwar keinen Namen hatte, aber der Schutzgeist eines Ortes war.
Als Dichter spiegelte Alexander Pope auch die Kulturgeschichte seines Landes und seiner Zeit wider und gilt als einer der Wegbereiter des Englischen Landschaftsparks. An Stelle der strengen Geometrie der barocken Gärten, die Theoretiker als Symbol politischer Willkür und sozialer Unterdrückung sahen, tritt ein Naturgefühl, das sich der Natur in Wiese, Wald und Wasser anpasst. Die Ideen des neuen Landschaftsgartens werden so zum Zeichen einer Neuorientierung der Gesellschaft.
57 Consult the genius of the place in all;
58 That tells the waters or to rise, or fall;
59 Or helps th’ ambitious hill the heav’ns to scale,
60 Or scoops in circling theatres the vale;
61 Calls in the country, catches opening glades,
62 Joins willing woods, and varies shades from shades,
63 Now breaks, or now directs, th’ intending lines;
64 Paints as you plant, and, as you work, designs.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Pope
http://ebooks.gutenberg.us/WorldeBookLibrary.com/bepisburl.htm
http://www.poets.org/poet.php/prmPID/1566
Als Traditionalist und Verfechter handwerklicher Qualitätsarbeit bezieht Paul Schmitthenner Gegenposition zum Neuen Bauen: Der Architekt und Hochschullehrer entwickelt ein Idealbild des deutschen Wohnhauses mit klarem Grundriss und einem geschlossenen Baukörper, der durch Fenster gegliedert ist. Besonders wichtig sind ihm neben der räumlichen Anlage die Holzbauweise, das Steildach als einfachste Dachform und die handwerkliche Qualität, welche gesundes und preiswertes Wohnen ermöglichen sollen. Ebenerdiges Wohnen und Ruhezonen im Garten schaffen Lebensqualität und generell soll sich das Haus in die Landschaft einfügen. Auch wenn die Ausmaße nicht den zeitgemäßen Anforderungen der Raumplanung entsprechen, wirkt das Prinzip als Ideal für das großbürgerliche Einfamilienhaus bis heute nach.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Schmitthenner_%28Architekt%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Kochenhofsiedlung
http://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgarter_Schule
In seiner Auseinandersetzung mit Altertumswissenschaft untersucht Semper einen Zusammenhang der konstruktiv-technischen Seite und der Ästhetik und will praktische Hinweise für die damals zeitgenössische Architektur schaffen.
Die vier Elemente der Baukunst, Feuerstätte, Dach, Umfriedung und Erdaufwurf sind gleichsam als Urzustand menschlicher Gesellschaft zu sehen. Als Grundprinzip menschlicher Kunst- und Kulturäußerungen ist das Phänomen des Schmückens von wesentlicher Bedeutung für die Zivilisation. Semper bezieht sich vor allem auf die Frührenaissance in der Freiheit der symbolischen Verwertung und der Wiederentdeckung der Polychromie der Antike.
Weitere Informationen:
http://books.google.at/books/about/Die_vier_Elemente_der_Baukunst.html?id=UqE5AAAAcAAJ&redir_esc=y
http://de.wikipedia.org/wiki/Gottfried_Semper
Vor allem der bautechnische Fortschritt machte es möglich, in der Gestaltung frei zu werden und niemand forderte eine radikale Modernisierung der Architektur für die progressive Industriegesellschaft so konsequent wie Le Corbusier. Er nimmt die reine Funktionalität der Maschine zum Vorbild und trennt Bauteile nach ihrer Funktion. Durch Eisenbetonpfosten wird die Anordnung der Innenräume weitgehend von tragenden Mauern unabhängig und auch die Außenmauer kann relativ unabhängig von der inneren Einteilung errichtet werden. Der Farbigkeit kommt eine wesentliche gestalterische Wirkung zu. Auch im Städtebau sind urbane Funktionen wie Arbeit, Freizeit, Wohnen und Verkehr voneinander getrennt und bestimmten Orten zugewiesen.
Der Architekt als Künstler gestaltet und schafft – über Zweckrationalismus hinausgehend – die ästhetische Wirkung. Auch wenn seine Positionen heftig kritisiert werden, prägte Le Corbusier die Architektur der Moderne wie kein anderer.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Corbusier
http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D19085.php
Als Sohn eines Gärnters studierte André Le Nôtre Kunst, Architektur, Agrarwissenschaften, Mathematik und die Gesetze der Optik und nutzte Phänomene der perspektivischen Verzerrung für die Gestaltung des Gartens. Trapezförmige Anlagen wirken aus bestimmter Entfernung quadratisch; durch erzwungene Perpektive und verschiedene Höhenebenen können Elemente verschwinden, größer oder kleiner, oder näher oder weiter erscheinen als sie wirklich sind.
Von Louis XIV in den Adelsstand erhoben, ist André Le Nôtre unter anderem für die Gartenanlage von Schloß Versailles berühmt und er gilt als Urheber des französischen Gartens, des typischen Barockgartens, nach dessen Vorbild Parks in ganz Europa zu finden sind.
Weitere Informationen:
http://www.lenotre.culture.gouv.fr/
http://de.wikipedia.org/wiki/André_Le_Nôtre
In den zehn Büchern über Architektur (lat. De architectura libri decem) definiert Vitruv ästhetische Begriffe und Kategorien, die einerseits die architektonische Gestaltung leiten, gleichzeitig auch als Kriterien zu deren Beurteilung dienen sollten. Er entwickelt darin unter anderem die Theorie des wohlgeformten Menschen.
Marcus Vitruvius Pollio war ein römischer Architekt des 1. Jh v. Chr. und schuf das einzige, aus der Antike erhaltene Werk zur umfassenden Darstellung der Architektur. Da die Abhandlungen nicht illustriert waren, inspirierten sie später viele Künstler, darunter Leonardo Da Vinci und Albrecht Dürer.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Vitruv
http://www.deutsches-museum.de/bibliothek/unsere-schaetze/architektur/vitruv/
Der Architekt, Designer und Mitbegründer der Wiener Werkstätte wollte eine Erneuerung des Kunstbegriffs durch die Wiedervereinigung von Kunst und Handwerk schaffen. Es sollten alle Lebensbereiche des Menschen gestalterisch, im Sinne eines Gesamtkunstwerks vereint werden. Die Qualität des Entwurfs und auch die Fertigung mussten von allerhöchster Güte sein, dabei waren Einfachheit, Ehrlichkeit und Gediegenheit seine Maßstäbe. Josef Hoffmann überwindet die Ornamentik des Jugendstils und verwendet geradlinige, kubische Formen. Sein Schaffen erstreckt sich über mehr als 50 Jahre; in dieser Zeit verändern sich die Bedingungen und Materialien der Baukunst grundlegend. Josef Hoffmann schafft einen einzigartigen, unverwechselbaren Stil in Komposition und Umsetzung, gleichzeitig spiegelt sein Werk die stilistischen Erneuerungen der Europäischen Architektur wider.
Weitere Informationen:
http://www.mak.at/programm/event?article_id=709&event_id=1337668286556&j-dummy=reserve
http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Hoffmann(Architekt)
http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Werkstätte
Bei der Stadtplanung geht es nicht nur um technisches Können, sondern auch um einen gewissen ästhetischen, künstlerischen Anspruch. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wies Sitte auf die Wichtigkeit hin, ältere Bausubstanz zu retten, auch wenn ihr Zweck sich ändert. Ehemalige Marktplätze sind zwar leer, doch sie haben nun eine andere Bedeutung – „mehr Licht und Luft zu gewähren, einem Gebäude freieren Blick zu geben, um seine architektonische Wirkung besser zur Geltung zu bringen“.
Sitte setzte sich mit der baulich-ästhetischen Sicht der Stadtplanung des Industriezeitalters auseinander und gilt als Wiederbegründer einer Stadtbaukunst, deren künstlerische Seite ebensowichtig ist wie technische Leistungsfähigkeit.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Camillo_Sitte
https://portal.dnb.de/opac.htm?method=showFullRecord¤tResultId=partOf%3D969622287%26any¤tPosition=4
Eileen Gray ist wahrscheinlich eine der bedeutendsten Designerinnen des letzten Jahrhunderts und gilt noch heute als Inbegriff der Moderne. Sie begann mit der seltenen Kunst japanischer Lackarbeiten und entwarf moderne Möbel, die heute als zeitlose und stilsichere Designklassiker gelten. Ihr Haus E.1027 an der französischen Riviera, das in die steinige Küste gebaut wurde und ganz speziell auf die örtlichen Gegebenheiten Bezug nimmt (begehbares Dach, Integration der Aussicht in die Innenräume und die Erhaltung der Zitronenbäume, sowie der bewusste Verzicht auf einen Swimmingpool) gilt heute als Kulturdenkmal. Eileen Gray realisierte auch die komplette Ausstattung nach der für sie typischen Linie einer Kombination von vielfältigem Nutzen und klarer Ästhetik.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eileen_Gray
http://www.imdb.com/title/tt1140962/
http://www.aram.co.uk/index.php/designers/eileen-gray.html
Ästhetische Prinzipen von Proportion und Ausgewogenheit, die praktischen und ideellen Anforderungen an das Projekt und die Gegebenheiten des Bauplatzes, sind maßgebliche Erfolgsfaktoren.Andrea Palladio übernimmt und reinterpretiert Gestaltungsprinzipien der Antike, gilt als Erfinder der Villa und ist der einzige Architekt nach dem eine eigene Stilrichtung benannt ist. Sein Einfluss reicht vom 16. Jahrhundert in Europa bis zum Weißen Haus in Washington D.C.
Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Palladio
http://www.wagenbach.de/buecher/titel/469-palladio.html
http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Richard_Weston_100_Ideen_veraendern:_Architektur/9024
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/neuschoepfungen_im_geist_der_antike_1.1228418.html
In der Stadt zu leben hat viele reale Vorteile – ökonomisch, sozial und gesundheitlich. Eine Zeitenwende liegt hinter uns, denn gegenwärtig leben weltweit mehr Menschen in Städten als am Land. Der Trend entwickelt sich weiter, sodass die United Nations erwarten, dass im Jahr 2050 dreiviertel der Bevölkerung in Städten leben werden.
Die Herausforderungen sind nicht nur sozialer Natur, sondern auch administrativ und ökologisch. Wasser muss zu- und abgeleitet werden, Infrastrukturen werden geschaffen und die Lebensqualität, die Stadt als Lebensraum, muss geplant und gemanagt werden.
Weitere Informationen unter:
http://esa.un.org/unpd/wup/pdf/WUP2011_Highlights.pdf
http://www.unhabitat.org/pmss/listItemDetails.aspx?publicationID=2917
Der Ursprung alles architekturschönen ist die Zweckmäßigkeit. Gemeint ist hier nicht nur die Nützlichkeit eines Hauses (weswegen es erbaut wird), sondern der richtige Ort des Hauses auf dem Grundstück und seine künstlerische Ausstattung durch Malerei, Skulptur und Gartenkunst.
Wotton schrieb als englischer Botschafter in Venedig Anfang des 17. Jahrhunderts die erste englische Abhandlung über Architekturtheorie der Hochrenaissance.
Weitere Informationen unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Wotton
http://www.taschen.com/pages/de/catalogue/architecture/all/44404/facts.architekturtheorie_2_bde.htm
Soll man sich an Trends halten, wenn es um Einrichtung geht? Folgt man Adolf Loos, dann sind die besten (und einzigen) Richtlinien das eigene Urteil und der eigentliche Zweck der Möbel. Letztlich weiß man selbst am besten, was man in den Räumen macht und was man dazu braucht. Praktisch und klassisch sollen die Möbel sein und man soll sie verschieben können, ganz nach dem aktuellen Bedarf.
Der Architekt und Theoretiker Adolf Loos gilt als einer der Pioniere der Moderne. Er verstand es in unvergleichbarer Weise, Schmucklosigkeit mit Behaglichkeit zu verbinden und sein Werk gilt bis heute als einzigartig.
Weitere Informationen unter:
www.metroverlag.at/drupal-7.0/autor/adolf-loos
http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Loos
Die Vorteile gewachsener städtischer Strukturen, eine große Bandbreite verschiedener Gebäude und unterschiedliche urbane Nutzungen ermöglichen lebendige Nachbarschaften und eine stimulierende Vielfalt, die durch unterschiedliche Gruppen entsteht. Das Aufeinandertreffen von Unterschieden bringt Lebendigkeit und erhöht die Lebensqualität einer Stadt.
Jane Jacobs steht am Beginn des Umdenkens in der Städteplanung: Wohnen, Arbeiten und Freizeit sollen verbunden, nicht getrennt sein. Mit ihrer Bürgerinitiative bewahrte sie nicht nur das Greenwich Village in Manhattan, New York, auch war sie die erste und einzige, die dem mächtigen Robert Moses die Stirn bot.
Weitere Informationen unter:
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Death_and_Life_of_Great_American_Cities